Berichte und Bilder 2020


"Incredible India"  Vortrag von Claudia Jürgensen am 11. März im Osterkrug in Treia

Claudia Jürgensen berichtet vor Ihrem Heimatverein von Ihrer Indien-Reise

 

Wenn jemand Bekanntes an so einer Reise teilnehmen darf, ist das Interesse doch sehr groß. Nicht nur viele Landfrauen unseres Vereins Mittlere Treene, sondern auch diverse Gäste kamen am 11. März in den Osterkrug in Treia um den Erfahrungen von Claudia Jürgensen zu lauschen. Bereits im Januar 2019 hatte die Reise stattgefunden. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir diesen Vortrag noch hören konnten, kamen doch schon kurz danach die Einschränkungen wegen des Corona-Virus.

Unterstützt wurde Claudia in Ihrem Vortrag von Nicole Rönnspieß, die die Arbeit vom Diakonischen Werk und den Zweck der Reise beschrieb und Sven Zimmermann von Godewind, der den Abend musikalisch begleitete. Beide haben auch an dieser Reise teilgenommen.

Von Nicole Rönnspieß erfuhren wir zunächst, dass das Diakonische Werk 2000 Projekte in 90 Ländern unterhält. Das Prinzip der Projektarbeit ist „Hilfe zur Selbsthilfe“.  Warum noch Projekte in Indien, da es doch ein so aufstrebendes Land sein soll? Die ärmsten Gruppen, die unteren Kasten sind noch immer in ihrer Existenz bedroht. Durch den Klimawandel gibt es keine sicheren Ernten mehr, der Monsun ist nicht mehr planbar. Interessant zu hören war, dass die Spenden von „Brot für die Welt“, die ja auch zum Diakonischen Werk gehören, zu 91% in die Projekte gehen. Nur 8% gehen in Werbung und Verwaltung. Im Jahr 2019 gab es „Brot für die Welt“ 60 Jahre, aus diesem Anlass wurde die Reise veranstaltet.

Die Reisegruppe bestand aus 10 Personen. Eingeladen war eigentlich die erste Vorsitzende Ulrike Röhr. Da sie aus persönlichen Gründen aber nicht an der Reise teilnehmen wollte, bekam Claudia die Chance mitzureisen. Da die 7 Thesen des Landfrauenverbandes gut zu den Aufgaben von „Brot für die Welt“ passen, war die Vertretung der Landfrauen auf dieser Reise richtig.

Ein Visum zu bekommen, war jedoch nicht so einfach. Zwei Reiseteilnehmer, darunter auch Claudia erhielten ihres sofort, das letzte Visum wurde aber erst einen Tag vor Abreise ausgestellt. Zuvor waren viele Fragen beim indischen Konsulat in Berlin zu beantworten.

Vor der Reise erhielten die Teilnehmer viele Informationen über Indien. Zum Beispiel wurde die Kleiderordnung erklärt: weite Kleidung die wenig Haut zeigt, war für die Frauen angesagt. Geraten wurde ihnen ebenfalls, vor Abreise auf jeden Fall einen Film auf Arte über Indien anzusehen. Darin wurde unter anderem gezeigt, wie das Essen mit dreckigem Wasser gewaschen wurde. Nach diesem Film war Claudia Jürgensen klar, dass es keine Vergnügungsreise werde würde. Die Vorfreude war komplett weg.

Doch am 26.01.2019 ging es mit 10 unbekannten Menschen los. In Hamburg bei Frost gestartet, erwartete die Gruppe in Indien 36 Grad.

Lt. Werbung ist in Indien immer alles „incredible“, also unglaublich toll, alles schön, tolle Strände, Gebäude, alles prima. Aber hinter den Kulissen sieht es anders aus. Claudia beschreibt ihre Eindrücke mit: bunt, diesig (Smog), voll, arm, schön, Müll, wunderschöne Landschaft, tolle Frauen, heilige Kühe.

In Indien wohnen 1,3 Mrd. Menschen. Das Kastensystem ist inzwischen von der Regierung verboten, lebt aber in den Köpfen der Menschen weiter.

Am Morgen nach ihrer Ankunft geht es in 5 Stunden Autofahrt von Mumbai nach Nellikotta.

In Nellikotta haben sich alle auf den Besuch vorbereitet und sich extra hübsch gemacht. Die Dorfbewohner leben vom Anbau von Mangos und Cashewnüssen. Die Frauen holen das Holz und kochen. Der von Brot für die Welt gespendete Lehmofen wird begutachtet und der Wasserfilter erklärt. Die Hierarchie ist genau geregelt: Mann, Sohn, Kühe, Ziegen, Frau, Tochter. Gibt es nicht genug zu essen, hungern die Frauen.

Ziel der Regierung ist es, China zu überholen. Die Menschen bleiben dabei jedoch auf der Strecke. Sie leben von eigens angebauten Produkten und Tausch. Es gibt leider viele Suizidfälle unter den Farmern, dann müssen die Frauen sich um alles kümmern und auch die Kredite zurückzahlen.

Des Weiteren werden noch die Partnerorganisation Laya, die unabhängig von der Regierung arbeitet und energieeffiziente Kochstellen herstellt und somit für die Gesundheit der kochenden Frauen sorgt, da in diesen Öfen weniger Rauch entsteht, und eine Kläranlage besucht. Als letztes wird die Stadt Dehli angefahren. Sie soll die Stadt mit der schlechtesten Luft weltweit sein. Hier geht es nicht um Pflichtbesuche, jetzt steht Kultur auf dem Programm: eine Fahrt mit der Metro, der Besuch eines Marktes und des Humayun Mausoleums gehören dazu. Auch vor einer Perlenverkäuferin ist Claudia nicht sicher und kauft trotz anfänglicher Abwehr doch ein Armband.

Einen besonderen Blick auf dieser Reise hatte Claudia natürlich auf die Frauen. Abschließend resümiert sie, dass die Frauen in Indien zwar in sehr ärmlichen Verhältnissen leben, aber immer das Beste aus ihrer Situation machen und immer ein Lächeln auf dem Gesicht haben.

Mit vielen eindrucksvollen Fotos, die von Sven Zimmermann gemacht wurden, brachte uns Claudia ihre Erlebnisse sehr nahe. Es ist doch etwas anderes, wenn eine bekannte Person einen so lebhaft teilnehmen lässt.

 

Monika Görrissen

Pflege zu Hause - Praktische Tipps von Petra Jensen

Pflege zu Hause – Praktische Tipps“ hieß unser Vortrag am Montag, den 10.02.2020 im  Schimmelreiter in Silberstedt.

Petra Jensen vom Klinikum NF erklärte, wie einfach es sein kann, wenn zu pflegende Angehörige mit Hilfe von Kinaesthetics bewegt werden. Kinaesthetics bedeutet, für die eigene Bewegung sensibel zu werden und Bewegungsmuster zu verstehen. Durch einfache Übungen machte Petra Jensen uns den Umgang mit Gewicht klar und zeigte uns, welche Hilfsmittel zur Verfügung stehen.

3,6 Mio. Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig, davon werden 75 % zu Hause betreut. Frau Jensen rät dringend dazu, sich in eine Pflegestufe einstufen zu lassen, denn nur dann bekommt man von der Krankenkasse/Pflegekasse Zuschüsse!

Bei der Betreuung des zu pflegenden Menschen sollte man immer erst mal sehen, was dieser selbst noch kann. Man sollte immer so wenig Hilfestellung wie möglich geben.

Frau Jensen zeigt uns Möglichkeiten, wie man von einem Stuhl zum anderen kommt, wie man am besten von Stuhl oder Sofa hoch kommt und was man macht, wenn eine Person am Boden liegt und nicht mehr alleine aufstehen kann. Auch wie man eine Treppe leichter hoch und runter kommt, wird erklärt. Dabei weist sie auf diverse Hilfsmittel, wie zum Beispiel Rutschbretter, Anti-Rutsch-Kissen oder dicke Schaumstoffplatten, die günstig im Baumarkt erworben werden können, hin.

Im Klinikum NF bietet Petra Jensen auch Kurse von 7x 3 Stunden an. Hier darf jeder mitmachen, egal in welcher Krankenkasse er ist und kann so noch viel mehr über dieses Thema lernen.

Einen großen Teil des Abends nahm die Beantwortung der Fragen der LandFrauen ein, die Problemfälle von zu Hause schilderten. Auch hier hatte Petra Jensen immer einen Rat. 

 

Monika Görrissen

Tante Käthe und der Mann am Klavier

Jahreshauptversammlung am 23. Januar 2020

Nach den Regularien, mit Jahres-, Kassen- und Kassenprüfbericht, der Neuwahl einer Kassenprüferin für nächstes Jahr und einigen Ankündigungen der ersten Vorsitzenden Kirsten Dietzow, ging es, wie auf der Einladung schon angekündigt, mit Comedy vom Feinsten weiter.

"Tante Käthe und der Mann am Klavier" alias Mira Roggenbach und Stefan Schauer von Comedy direkt boten eine Stunde lang ein unterhaltsames Programm. Im Voraus hatte sich Frau Roggenbach über einige Tatsachen im Verein informiert und diese Infos flossen in ihr Programm mit ein: Auf Anraten ihrer Freundin sollte Tante Käthe mehr unter Menschen gehen und da bietet sich ein Landfrauenverein ja geradezu an. Tante Käthe wollte dann auch möglichst schnell Mitglied werden, damit sie Ende Februar noch mit zum Wellnesswochenende fahren kann. Eine steile Karriere im Verein strebt sie auch an. Den Weg vom einfachen Mitglied über den Vorstandsposten bis zur Vizepräsidentin des Landesverbandes hatte Claudia Jürgensen ja schon erfolgreich gemeistert. So wollte sie es auch machen. Dass sie für den Verein nützlich ist, stellte Tante Käthe auch gleich am Abend unter Beweis, indem sie einige Frauen nach vorne holte und zeigte, wie ihr Kurs in Atemübungen abläuft. Zwischendurch sang sie zu ihrer Lebensgeschichte passende Lieder, wie "Junge komm bald wieder",  "Ich will keine Schokolade" oder "Ein Student aus Upsala". 

Mit ihrer Mimik, ihrer Bewegung und vielen Bonbons, die noch vom letzten Jahr übrig waren und an die Gäste verteilt wurden, machte Tante Käthe diese Jahreshauptversammlung unvergesslich.

Monika Görrissen


"LandFrauenCafé"

 Tag der offenen Tür am 22. Februar 2020 bei Firma Hand in Bollingstedt